A Fairy’s Dream

Bevor ich und euch gleich in die Materie stürze, möchte ich mich nochmal ganz herzlich für das bisherige Feedback bedanken. Natürlich hofft man, dass die Sachen gefallen finden, die man kreiert, das es aber so ein Echo für A Fairy’s Dream gibt hätte ich nicht erwartet. Also danke, danke, danke!!

Also auf in’s Getümmel. Mal sehen, wer bis zum Ende durchhält ;)
Ich entschuldige mich schon mal im voraus für diesen Roman. Aber was muß, das muß!

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Die Erfahrungen die ich dank Kuniberta machen durfte, haben mich darin bekräftigt auch dieses Jahr wieder etwas für den Cake Queen Wettbewerb vorzubereiten. Bis Anfang des Jahres hatte ich aber noch keine konkrete Idee, was genau es werden sollte.
Was für mich fest stand war, dass es wieder zum Thema „Fantasy“ passen sollte und – im Gegensatz zu Kuniberta – extrem filigran und detailreich. Details machen mich glücklich… und wahnsinnig :D
Und Royal Icing sollte eine markante Rolle spielen. Da kam das gewonnene Seminar gerade recht, um mir für den Start (vorher habe ich nur ein paar Kekse gemacht) erste Hilfe zu geben.

Eine erste Idee hatte sich dann irgendwann in meinem Kopf festgesetzt. Ein Märchenbuch aus dem die Elemente herauskommen.

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Im Web hab ich dann geguckt, was alles schon mal in diesem Bereich gemacht wurde und dann kamen die ersten Zweifel. Das gab es einfach schon zu oft und wirkte doch irgenwie immer ein wenig plump. Doof!

Durch Zufall bin ich auf http://www.yenersway.com gestoßen. Zwei der kostenlosen Videos habe ich mir mühselig mit meiner schlechten Internetverbindung angesehen und dann war es um mich geschehen!
Die weißen Kunstwerke die dort gezaubert wurden, hatten mich sofort fasziniert und auch die Vorangehensweise beim Arbeiten hatte mich überzeugt. Das wollte ich auch… oder zumindest versuchen ;)

Das Konzept

Der erste Entwurf wurde komplett über den Haufen geworfen.
Es sollte höher hinaus gehen und ich wollte etwas nicht allzu Alltägliches ausprobieren. Wenn ich schon an einem Wettbewerb teilnehme, dann soll es auch irgendwie speziell sein. Für den Fall das ich scheitern würde, bräuchte ich es ja keinem zeigen, haha.

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(Man möge die Fußspuren ignorieren. Meine Katzen waren irgendwie besessen von der Idee über sämtliche Skizzen mit dreckigen Pfoten zu laufen…)

Wenngleich die Feinheiten erst später festgelegt wurden, so stand bereits folgendes für mich fest:
– die Torte sollte aus Esspapier, Royal Icing und Pastillage (auch bei Yeners Way gesehen) bestehen
– die Torte sollte sich nach unten verjüngen
– oben sollte eine Art Schrein entstehen
– Feen und Schmetterlinge sollten eine wesentliche Rolle spielen

Die Idee zu A Fairy’s Dream war geboren.
Wer mich kennt, der weiß, dass ich Feen, Ginkgo Biloba und Schmetterlinge liebe. Ohne geht nicht! Mein Maskottchen ist eine Fee, alles bei mir dreht sich um Ginkgo und wenn im Garten die ersten Schmetterlinge tanzen, bin ich wieder ein kleines Kind, dass ich tierisch darüber freut. Ist halt so :D

So wie bei Yeners Way gesehen habe ich mich dann an eine 1:1 Vorlage gesetzt. Normalerweise arbeite ich mit kleinen Skizzen und gucke einfach was sich ergibt. Hier nicht. Beim Ausarbeiten habe ich dann bereits geguckt, wo ich was für Dummys bekommen kann, die meinen Ideen entsprechen. Zwischendurch kam mir das ganze Projekt doch arg überdimensioniert vor, aber aufgrund der ganzen Details, hätte ich mich geärgert, hätte ich wieder mal zu klein gearbeitet.
Was in der großen Skizze keinen Platz fand, wurde dann auf zig anderen Skizzen ausgearbeitet.

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So wurden dann die ganzen Vorlagen für Schmetterlinge, die Fee und den Rundbogen erstellt. Etwas das ich wohl auch für meine nächsten komplexeren Projekte beibehalten werde, denn zu wissen welche Größe man wirklich braucht, hilft einem doch enorm. Sonst habe ich mich oft schon verschätzt und dann nur rumgeärgert.

Die ersten Tests

Das Konzept stand und ich konnte mit einigen Tests starten. Dummys und anderes Material wurden dann auch endlich bestellt.
Mit Pastillage, Esspapier und essbarer Spitze hatte ich bis dato noch nie gearbeitet. Also mußte ich erstmal gucken, wie das sich überhaupt so verhält und verarbeiten lässt.

Mischungen für Spitze und Royal Icing, sowie das Esspapier hatte ich mir bereits vorher beim Seminar bei der Cake Company gekauft.
Für die Pastillage habe ich im Web nach Rezepten gesucht. Schienen alle gleich zu sein, aber das Gelbe vom Ei war das echt nicht. Vor- und Nachteil von Pastillage ist, dass es extrem schnell aushärtet. Da ist nichts mit in aller Ruhe an Details rumpfriemeln. War auch eine recht feste Masse und leicht bröckelig. Habe damit Bögen getestet, die ursprünglich auch an die Torte sollten, die ich aber dann doch weggelassen habe.

Die ersten Versuche mit der Spitze gingen problemlos, sowohl im Ofen als auch luftgetrocknet. Ursprünglich sollten die Deko-Schmetterlinge auch aus Spitze sein, aber da diese nicht stabil aushärten, habe ich die Idee dann verworfen. Mit Royal Icing hatte ich nur minimal Erfahrung und habe deswegen erstmal versucht meine komplizierten Schmetterlinge nachzuzeichnen. Für den Versuch hatte ich Butterbrotpapier oder sowas genommen. Bei den Testblüten war das ok, aber filigrane Sachen lassen sich nach dem Trocknen nur schwer wieder lösen. Saugt sich zu sehr fest.

Beim Esspapier habe ich nicht wirklich mit Problemen gerechnet. Da hieß es ja nur fleißig ausstanzen und gucken, wie man die Elemente dann verbunden kriegt.

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Bereit zum Starten

Nach dem Testen ging es dann los die Hauptelemente des Projektes zu Gestalten: Schmetterlinge und den Bogen. Würde ich diese nicht hinkriegen, hätte ich nämlich das ganze Konzept über den Haufen werfen müssen. Und das wollte ich nicht erst tun, nachdem das Grundgerüst fertig ist ;)

Da ich ja mit dem Pastillage-Rezept nicht zufrieden war, bin ich irgendwann wieder bei Yeners Way gelandet und habe das Rezept getestet. Glücklicherweise hatte ich mir auch vorher bei der Cake Company Glukosesirup gekauft. Ergebnis war auch noch nicht optimal, aber schon besser. Eile war aber trotzdem von Nöten, deswegen gibt es hier keine Zwischenschritte.

Die Pastillage habe ich ungefähr 5mm dick ausgerollt, meine Schablone aufgelegt und alles versucht mehr oder weniger zügig mit einem Skalpel nachzuarbeiten. Das Papier meiner Vorlage schnitt allerdings leichter durch als die Pastillage. Das Ergebnis war somit sehr grob, voller Ecken und fing bereits an zu trocknen. PANIK! Denn ich musste das Ganze ja auch noch in Form bringen. Also schnell alles anheben und vorsichtig um die Dummys gelegt. Da gab es dann die ersten Risse und Zweifel.
Habe aber trotzdem weitergemacht und alles mit Stecknadeln festgesteckt, damit nichts wegrutschen oder abknicken konnte. Zu dem Zeitpunkt war die Pastillage teilweise schon so hart, das man sie brechen konnte. Hab den Bogen dann erstmal bei Seite gestellt und überlegt, wie ich das Beste da raus holen kann. Hatte auch gelesen, dass man Pastillage abschleifen kann und somit wollte ich den Bogen noch nicht aufgeben. Fondant, Blütenpaste etc erschien mir für diese Zwecke einfach zu anfällig.
Dort wo sich bereits Brüche zeigten, wurde dann großzügig Royal Icing angeschmiert und um dem Bogen eine gewisse Stein-Optik zu verpassen auch der Rest bepinselt. Dadurch gab es dann eine leicht raue Oberfläche.
Während das trocknete gab es dann den ersten Schwung Royal Icing Schmetterlinge. Später folgten weitere, denn ich war mir sicher, dass der eine oder andere zu Bruch gehen würde. Letzten Endes war es nur einer, der beim Ankleben abfiel.

Auch die Cake Boards waren zu diesem Zeitpunkt schon eingedeckt und die spätere Grundplatte teils dekoriert.

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Die Höhle des Löwen… der Fee

Auch hier gab es eine Premiere… eigentlich bestand dieses ganze Projekt nur aus Premieren… Kuniberta war zwar auch ein Dummy gewesen, aber Styropor war mir zuvor noch nie in eine Torte gekommen. Meine Befürchtung war ja, dass es einfach nur fusselt und ich nichts ordentlich eingedeckt bekomme. Hat sich glücklicherweise als unnötig herausgestellt. Die Höhle auszuarbeiten ging besser als gedacht.

Zwischendurch gab es dann einen Test, ob sie auch groß genug ist und nicht zu winzig daherkommt. Und auf dem Foto sieht man dann schon, dass der Bogen zwischenzeitlich gelitten hatte. Ich weiß nicht mehr wobei es passiert ist, aber der untere Teil brach heraus. Trotzdem für mich kein Grund gewesen ihn aufzugeben. Royal Icing ist nämlich ein super Kleber ;)

Mit der Größe der Höhle zufrieden habe ich dann den Innenbereich mit Royal Icing geglättet und anschließend mit Fondant überzogen.

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Zum Zusammenkleben der Dummys habe ich ebenfalls Royal Icing verwendet und dann die Naht auch damit geglättet. Um auch hier wieder eine raue Oberfläche zu bekommen, wurde abermals alles mit Royal Icing eingepinselt. Auch wenn glattes Fondant gut aussieht, ich brauch manchmal einfach Struktur, um dem Ganzen mehr Charakter zu geben. Sicherlich sind das Details, die man später nicht mehr sieht, aber hier ging es ja auch vorrangig darum mich selber herauszufordern und etwas zu schaffen, wo für mich das Gesamtkonzept stimmt. Der Wettbewerb war eher zweitrangig.
Anschließend wurde dann der Rest vom Dummy ebenfalls mit Fondant eingedeckt. Da ich mir nicht sicher war, ob das RI ausreichend klebt, gabs dann doch noch einen Holzspieß in die Mitte. Man muß ja nicht unnötig Risikos eingehen :D

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Bis zu diesem Punkt war ich bereits einen Monat mit dem Projekt beschäftigt. Wenn ich Skizzen und Recherche aussen vorlasse, waren es aber dennoch weniger als 5 Tage die ich effektiv daran gearbeitet habe – Trocknungszeiten ebenfalls nicht eingerechnet.

Die Fee entsteht

Anfang März habe ich mich dann an die Fee gesetzt. Dazu muß ich sagen, dass ich menschliche Figuren nicht mag. Schon in der Kunstschule habe ich es gehasst humanoide Formen zu zeichnen. Aber eine Fee sollte dennoch sein, also versuchte ich das Beste draus zu machen und eine Variante zu finden, bei der ich zwar Details habe, aber mich nicht unnötig mit Körperteilen rumärgern musste. Die Skizzen zur Fee sind auch erst kurz vorher entstanden (nicht gleich zu Beginn).

Um die Fee aber auch gleich in ihre Höhle setzen zu können, wurde erstmal der Dummy auf der Grundplatte befestigt – mit Royal Icing natürlich ;)
Die Verzierungen hatten ich ja auch schon vorher gemacht… nur hatte ich nicht bedacht, dass der mit Fondant überzogene Dummy ja größer ist, als der Dummy allein. Also musste ich jede einzelne Kugel wieder abpulen und habe die Verzierung anschließend nochmal neu gemacht. Und der Rand bekam dann noch einen vernünftigen Abschluß (auch zum Überdecken der alten Markierungen, haha).

Für die Fee habe ich dann lauter Einzelteile hergestellt, die dann schrittweise zusammengesetzt wurden. In der Höhle konnte ich es nicht trocknen lassen, da ich dort ja kein Platz zum arbeiten gehabt hätte. Das wiederum hieß, dass das Arbeiten außerhalb der Höhle mit dem Risiko verbunden war, nicht die richtige passgenaue Form hinzubekommen. Und genau das wurde auch später zum Problem. Nachdem die Flügel und das Kleidchen aus Esspapier fest waren, wollte ich Körper und Kopf in der Höhle befestigen und es passte plötzlich nicht mehr. Mit ein bisschen Schieben, Drücken und Bangen ging es dann aber doch noch irgendwie, ohne das irgendwas zu Bruch ging. Glück gehabt!

Da hatte die Fee auch noch rosa Flecken im Gesicht… sollte ja eigentlich etwas Farbe bekommen, hab die aber dann später wieder weggemacht. Sah doof aus. Und das Grau (kaum zu sehen), welches ich auch überall einsetzen wollte, wirkte hier einfach nur wie Dreck. Also habe ich es dann ganz weggelassen und die Kissen grün abgepudert.

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Da mir schon öfter gesagt worden ist, dass der eine oder andere Probleme damit hat, sich die Größen vorzustellen, habe ich hier mal meinen Daumen als Vergleich daneben gehalten.

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Nachdem die Fee fertig war, wurde mein Arbeitsplatz erstmal für Feierlichkeiten geräumt und irgendwie wurde daraus dann eine Pause von fast 3 Wochen. Aber ich hatte ja keine Deadline im Nacken, also war das auch nicht weiter dramatisch.

Vorbereitung zum Endspurt

Mitte/Ende März ging es dann weiter. Die Idee mit den Zierbögen hatte ich bis dahin noch nicht aufgegeben. Statt Pastillage hatte ich mitterweile mehrere Versuche mit Royal Icing unternommen, aber da ich nun mal ein pingeliger Perfektionist bin, haben mir die nie zugesagt (braucht noch wer zig Bögen? :D) und letzten Endes habe ich mich auch dagegen entschieden, weil es einfach zu viel geworden wäre und nicht mehr sorecht gepasst hätte… vermutlich. Vielleicht teste ich es ja doch noch mal weiter. Der Dummy läuft ja nicht weg ;)

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Weiter ging es mit den filigranen Royal Icing Verzierungen. Rund um die Höhle wurden Blütenranken gespritzt und Blüten, die ich bereits zuvor gespritzt hatte, einzeln darauf befestigt. Natürlich hätte ich diese auch direkt aufspritzen können, aber auf diese Weise konnten sie sich besser abheben.
Und auch am Bogen (mittlerweile wieder repariert) folgten weitere Details. Aufgrund der Rundung war das gar nicht so einfach und ohne Untergrund wäre es schon gar nicht gegangen. Die Dummys, die ich zum Erstellen des Bogens genutzt hatten, waren ja mittlerweile verbaut, aber glücklicherweise hatte ich noch ein anderes Styroporteil, was perfekt für diese Zwecke war.

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Der Baumstamm

Der Baum… ja… Ich wusste das ich einen Baum wollte, aber nicht sorecht wie der überhaupt zustande kommen sollte. Da ich nur noch Reste an weißen Fondant hatte, fiel diese Variante auch aus. Pastillage würde zu schnell trocknen, also fiel mir Kuniberta wieder ein und eine Rice-Krispies-Masse wurde als Grundlage genommen.

Das Schwierigste beim Baum war, dass der Bogen mit seinen Öffnungen noch passen musste. Auch wenn später die RK-Masse verdeckt wäre. Also hieß das, dass ich ihn ständig zur Kontrolle überstülpen musste. Ich hab die ganze Zeit immer nur darauf gewartet, dass wieder was wegbricht ;)
Nachdem ich mit der RK-Masse fertig war, folgte eine Schicht aus Pastillage, die ich stückchenweise angebracht und auch gleich schon mit Struktur versehen hatte. Wieder nach dem Rezept von Yeners Way, aber dieses Mal mit etwas mehr Wasser und Glukosesirup. Das Ergebnis hat mir dann schon besser gefallen… trocknete trotzdem immer noch sehr schnell.
Nachdem alles mit Pastillage bedeckt war, wurde aber deutlich, dass Fondant und Pastillage sich nach dem Trocknen deutlich unterscheiden. Pastillage ist viel weißer und wirkt trocknener. Gefiel mr nicht, also kam noch eine dünne Schicht Fondant rüber und auch die Wurzeln wurden komplett mit Fondant ausgearbeitet. Und natürlich kam immer wieder der Bogen zum Einsatz. Ich hab ihn soooo oft in zig Stücke brechen sehen. Glaube das war das Nervenaufreibenste am ganzen Projekt.

Dort wo der Stamm in die Äste übergeht, habe ich dann auch erst mit Pastillage und anschließend mit Fondant gearbeitet.

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Jetzt aber wirklich Endspurt

Irgendwann kommt dann der Moment wo man realisiert, dass ich das Projekt dem Ende nähert und man Elemente zusammenbringen muß, die – wenn sie erstmal verankert sind – kein Zurück mehr zulassen.
Dieser Moment war gegeben, als es daran ging den Baum fertig zu stellen und entsprechend den Bogen zu befestigen.

Bevor es aber soweit war, gab es noch ein kleines Problem. Ich war mit den Verzierungen am Bogen unzufrieden und hab sie kurzerhand wieder rausgebrochen. Die Folie hatte nicht eng genug angelegen und dadurch gab es komische Abstände. Das lag aber daran, dass die Pastillage nicht gleichmäßig gerundet getrocknet war. Wie also eine Unterlage schaffen, die sich den ganzen Dellen anpassen würde? Klar, die Folie von innen ausstopfen. Nicht ideal, aber es ging… und es passierte das, was kommen musste. Der untere Teil brach zum dritten Mal heraus. Frust pur!!
Egal, weitermachen.
Habe dann zuerst die anderen Verzierungen gespritzt, wieder den Bogen geklebt und anschließend sehr, sehr vorsichtig auch am Bogen die Verzierungen eingefügt. Wäre es dann wieder gebrochen, wäre der Schaden weitaus höher gewesen. Aber das ist mir glücklicherweise erspart geblieben.

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Während der Bogen vor sich hintrocknete (und der wahrscheinlich erste fette Brummer des Jahres gleich mal davon Naschen wollte…) habe ich mich dann den Blättern gewidmet. Ich war wirklich der Meinung, dass ich schon jede Menge und überhaupt viel zu viel fabriziert hätte, aber Pustekuchen. Das war ja gar nichts gewesen! Hätte ein Herbstbaum sein können, der alle Blätter schon abgeworfen hatte. Also musste der Stanzer wieder ran und leiden. Zwischendurch hatte ich echt Bedenken, dass er mir kaputt geht.
Brav habe ich dann gestanzt, geklebt und verdrahtet, bis eine ordentliche Menge an Blattwerk vorhanden war.

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Dann ging es daran die Blätter am Baum anzubringen. Als ich mir dann sicher war, dass Baumstamm und Bogen zusammen passen – es musste nach dem Flicken doch noch wieder was abgeschabt werden – wurde der Bogen dann angeklebt. Nun gab es kein zurück mehr. Schon ein komisches Gefühl irgendwie. Man hat ja doch Panik, irgendwas vergessen zu haben. Und später würde es nicht mehr gehen irgendwas zu korrigieren.

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Schritt für Schritt habe ich dann noch weitere Astgrundlagen am Stamm mit Fondant angebracht und dort die Blätter eingefügt. Auch ein Schmetterling fand seinen Platz auf dem Baumstamm – später wäre es zu kompliziert geworden, ihn dorthin zu setzen.

Tja und dann war das Meiste schon geschehen und es folgten nur noch Details.
Die Schmetterlinge wurden fertig gestellt und mit Perlmuttpuder abgepudert, alles zusammengesetzt, Spitze am Rand angebracht und mit RI verziert, die Feenhöhle noch etwas verziert, überall Ginkgoblätter verteilt und die Schmetterlinge angeklebt.

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Fertig!
War doch ganz einfach ;) :D

A Fairy’s Dream

Und das ist dann nach all dem Hin und Her dabei herausgekommen.

A Fairy's Dream - Vorderseite A Fairy's Dream - Rückseite
A Fairy's Dream -  Rechte Seite A Fairy's Dream - Linke Seite

A Fairy's Dream - Detail 1 A Fairy's Dream - Detail 2 A Fairy's Dream - Detail 3
A Fairy's Dream - Detail 4 A Fairy's Dream - Detail 5 A Fairy's Dream - Detail 6

Fazit

Viele wollen ja immer wissen, wie lange man an solch einem Projekt gesessen hat, aber oft ist diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Oft macht man manche Dinge nebenbei oder mit anderen Projekten zusammen. Und man guckt auch nicht permanent auf die Uhr.
Ich mache immer nebenbei viele Fotos, um es später nochmal Revue passieren zu lassen und um diese Berichte schreiben zu können, wenn ich also von den Fotodaten ausgehe, dann waren es insgesamt 14 Tage die ich an diesem Projekt gearbeitet habe(Recherche/Skizzen ausgenommen). Aber selbst das nicht rund um die Uhr. Also insgesamt wohl weniger Zeit als man vermuten würde.

Bei diesem Projekt habe ich sehr viel Neues getestet ohne vorher groß Erfahrung damit gemacht zu haben. Denke es hat sich trotzdem gelohnt ;)
Das Einzige bei dem ich schon etwas Erfahrung/Routine hatte, war wohl das Eindecken mit Fondant. Alles Andere ein reines Experiment. Aber dafür mache ich an Wettbwerben mit, um über mich hinaus zu wachsen. Für einen normalen Geburstagskuchen würde ich solchen Aufwand nämlich nicht betreiben.

Also in diesem Sinne… wer es bis hierhin geschafft hat: Glückwunsch!
Nimm dir einen Keks und klopf dir auf die Schulter :D

Und wer mag, ich freue mich über jede Stimme wenn es darum geht die Cake Queen 2016 zu küren – wenn es denn in ein paar Wochen soweit ist.

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2 Kommentare auf "A Fairy’s Dream"

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Hi, ich bin sprachlos, weil ich mich absolut in deine Gefühlslage während des Machen’s und nach Fertigstellung vorstellen kann. Dein Werk ist wunderschön, in der Tat ein absoluter Traum! Ich bin sehr beeindruckt!

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