Cake World Hannover 2016 – Wettbewerb

Der Gedanke mich für den Wettbewerb der Cake World in Hannover anzumelden kam, nachdem ich „A Fairy’s Dream“ fertiggestellt hatte. Immerhin sollte dort auch die Preisverleihung der Cake Queen 2016 statt finden. Selbst wenn ich mit meiner Torte nicht punkten würde, so hätte ich doch die Chance jede Menge bekannter Gesichter wieder zu sehen.
Einmal an einem Messewettbewerb teilnehmen und Feedback einer Fachjury bekommen, das war schon ein großer Anreiz für mich. Also wurde noch eine Weile gegrübelt und sich dann kurzerhand für den Wettbewerb angemeldet. Welche Kategorie nehmen? Kekse! Das bedeutet am wenigsten materieller Aufwand und weniger Zittern beim Transport… jaja, denkste!

Somit stand fest, dass Mitte Oktober ein Wochenende in Hannover verbracht werden würde. Die Freude war groß, wurde aber immer kleiner und kleiner, je weiter das Jahr voranschritt.
Aber erstmal alles der Reihe nach!

Die Vorbereitung

Bereits bevor ich mich angemeldet hatte, wurden Skizzen gemacht und Ideen gesammelt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich auch noch nicht, welche Kategorie es werden sollte. Angefangen bei den klassischen Motiven (Kürbisse, Geister, etc), bis hin zu den Größen und Kriterien wurde alles erstmal genau analysiert. Irgendwann bin ich dann bei den Keksen hängen geblieben. Die sollten es werden. Fondant ist nicht so meins, also was mit Royal Icing machen.
Thema war Halloween. Ich mag Halloween, erst einmal so halb gefeiert, aber trotzdem reizt mich dieses Fest. Aber es reizte mich weniger mit den typischen Farben oder Standardmotiven zu arbeiten. Immerhin wird auch Originalität bewertet. Auch wenn ich gerne rumglitzer, mag ich es auch gerne mal dunkel und geheimnisvoll. So stand dann irgendwann fest, dass das Thema für mich „Haunted Halloween“ werden sollte, um eine zusammengehörige Szene darstellen zu können. Mit Grab, Grabstein, Portrait und Haus.

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Erste Skizzen folgten und Gedanken zum Aufbau wurden gemacht. Das Haus passte einfach nicht, also wurde es durch einen Baum ausgetauscht.
Somit stand die „Geschichte“ fest: Das Grab mit Grabstein waren der Frau gewidmet, die auf dem Portrait zu sehen war, welche sich selbst das Leben nahm und seitdem als Geist ihr Unwesen trieb.

Weitere Skizzen folgten, welche dann in Reinzeichnungen umgewandelt und als Vorlagen genutzt wurden.

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Kekse – ein Drama für sich

Das Kekse so eine Herausforderung werden würde, hätte ich bis dato nicht gedacht.
Kekse gehen normalerweise ruckzuck und sind kinderleicht gemacht. Aber nur, wenn sie keine 100% exakten Größen brauchen. Zumal hatte ich ja auch keine Ausstecher, sondern habe alles per Hand ausgeschnitten. Dadurch dauerte es zudem noch viel länger als üblich.

Einige schrumpften, Andere waren zu dünn, die Nächsten hatten Beulen, wieder andere lagen in der Sonne und verfärbten sich (hatte den Teig grau gefärbt), Ränder zu franselig usw. Insgesamt hatte ich 3 verschiedene Rezepte ausprobiert und unzählige Bleche später gab es dann Resultate mit denen ich einigermaßen zufrieden war.

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Zwischendurch hatte ich dann aber doch noch mal welche nachgebacken, da auch hier wieder Größen problematisch wurden oder schlichtweg welche fehlten (als ob ich nicht wirklich ausreichend gebacken hätte…). Glücklicherweise blieb es mir dieses Mal erspart, dass sich der Hund Zugriff auf mein „Kekszimmer“ verschaffte :D
Irgendwann hatte ich auch keine Lust mehr weiter mit Keksen zu experimentieren und beschloß mit dem zu arbeiten was da war – auch auf die Gefahr hin, dass es Punktabzug geben würde.
Weiß allerdings bis heute nicht, ob der Keks selber auch eine Rolle spielt oder ob nur die Dekoration wichtig ist.

Erste Tests

Bevor es dann direkt zur Sache ging, wurden erstmal schnelle Tests gemacht, ob die ganzen filigranen Elemente sich überhaupt so umsetzen lassen wurden. Nein, war die eindeutige Antwort für die meisten Elemente. Das Spritzen selber war zwar nicht das Problem (je nach Konsistenz), aber es sollten ja 3D-Kekse werden und da braucht es dann eine gewisse Stabilität.

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Außerdem stellte ich auch fest, dass nicht alle Größen so optimal waren, somit wurden einige der Keks-Vorlagen nochmal überarbeitet und vergrößert. Dazu muß ich sagen, dass sie dennoch sehr klein wirkten, als sie dann in Hannover auf dem Tisch standen. Haha… hab ich mir wieder extra Fizzelarbeit gemacht ;)
Auch beim Grab-Bogen musste ich effizienter werden, um besser mit dem Royal Icing(RI) arbeiten zu können. Dass ich quasi ne Verschlimmbesserung erstellt habe, ist mir später erst bewusst geworden.

Mein Display hatte ich auch schon fertig bevor es überhaupt an die Kekse ging. Da wurden dann gleich immer die Papiervorlagen genutzt, um zu gucken, ob die Größen funktionieren und ausreichend Platz vorhanden ist. Meine Grundfläche hatte ich zudem auch von vornherein mehrere cm kleiner als die Höchstmaße gemacht, um zu verhindern, dass ein paar mm zur Disqualifikation führen würden.

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Weitere Tests folgten, bei denen ich versuchte mein eigenes Pulver mit getrocknetem RI herzustellen. Hatte davon mal vor einiger Zeit gelesen, aber ehrlich gesagt, war das alles andere als effektiv. Irgendwann war das „Pulver“ auch nur noch ein Klumpen, trotz luftdichter Verpackung.

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Jetzt geht es richtig los!

Kekse fertig, Tests abgeschlossen, also ran an den Speck!

Angefangen habe ich damit, die ersten RI-Dekorationen zu spritzen. Das war ja keine große Hürde, dank der guten Vorarbeit. Vorsichtshalber wurden auch immer mehr Elemente gefertigt als benötigt… außer bei den Bäumen. Gerade beim Empfindlichsten war ich der Meinung, dass da vier ausreichen würden. Also nur eine Reserve. Nun gut.

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Insgesamt ging es dann immer recht chaotisch und sprunghaft voran. Zum Einen weil ich oft „NullBock“-Phasen hatte und zum Anderen, weil ich manchmal selber nicht so genau wusste, wie ich was wann in welcher Reihenfolge am Besten abarbeite. Dazu kamen dann noch die Geburstagsvorbereitungen für einen 80. Geburstag sowie eine Hochzeitstorte, was auch zwischendurch erledigt werden wollte.
Und Besuch stand auch noch an!

Bis Ende Juli hatte ich zwar nicht untätig rumgesessen, aber irgendwie bin ich auch nicht sorecht voran gekommen. Es folgte über einen Monat Pause und danach musste ich mich regelrecht zwingen weiter zu machen. Schließlich war nur noch ein bisschen über einen Monat Zeit bis es nach Hannover zur Cake World Messe ging.

Den Anfang machte ich mit dem Grabstein, definitiv das leichteste Design. Mit dem Fondant hab ich trotzdem ganz schön gekämpft. Hier war wieder ziemlich viel Fummelarbeit gefragt – mit RI gerne, mit Fondant nicht so unbedingt ;)

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Es folgte das RI-Grundgerüst für das Portrait und das Eindecken des zugehörigen Kekses. Den habe ich dann „kopfüber“ trocknen lassen, um zu gewährleisten, dass ich eine 100% gerade Fläche zum Auflegen für das RI habe.

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Das Trocknen dauerte entsprechend länger und deswegen ging es erstmal mit dem Grab weiter.

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Noch die Haare und dann hieß es auch hier erst einmal warten, bis der Fondant ausgehärtet war.
Übrigens: selbst der Jury war die Dame auf dem Grab erst bei genauerem Hinsehen aufgefallen, hätte mich echt mal interessiert, wer dieses Detail vor Ort von den Besuchern überhaupt bemerkt hatte.

Wie? Immer noch nicht fertig?!

Ne, noch nicht ganz ;)

Weiter ging es mit den ersten Teilen für das RI-Gerüst für den Aufbau des Grabes.
Falls wer wissen möchte, wieso ich ausgerechnet auf diese Idee gekommen bin. Bei meiner Recherche zu Gräbern und Grabsteinen bin ich auf viktorianische Gräber gestoßen. Damals hatte man Eisengitter über Gräbern um die Verstorbenen vor dem Bösen zu schützen – vielleicht aber auch die Lebenden vor den Verstorbenen ;)
Jedenfalls war ich so begeistert von der Idee, dass es DAS unbedingt sein musste.

Die Seitenteile waren natürlich kein Problem. Ursprünglich wollte ich auch das RI einfärben, aber das funktioniert mit Metallicfarben nicht und mit weißem RI zu arbeiten ist wesentlich einfacher, weil man ausreichend vorbereiten kann, ohne dass man Gefahr läuft, dass eine gewisse Farbe bald ausgeht.
Zeitgleich wurden dann auch weitere Elemente für das Portrait gespritzt.

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Es werde bunt!

Da ich bei filigranen Elementen mit einem Brett arbeite (um alles schon plan zu haben), musste das erst einmal zum Trocknen bei Seite gelegt werden. Durch das Brett als Unterlage kann man seine Arbeit auch problemlos mal an andere Stellen legen.
Es folgte das erste Anmalen. Den Raben schwarz zu malen war einfach. Bei der Dekoration für den Grabstein kamen die ersten Probleme auf. Erste Elemente brachen und zu meinem Schreck erkannte ich, dass Metallicfarbe sich regelrecht in RI reinfrisst. Dadurch ist die ehemals glatte Oberfläche total rau und wird teils auch porös – super!

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Das war der Moment, wo ich echt überlegt habe alles weiß zu lassen. Aber die Idee sagte mir auch nicht sorecht zu. Also akzeptierte ich die Tatsache, dass es dadurch evtl. Punktabzug bei der Bewertung geben würde und malte lustig drauf weiter. Von allen Seiten, schließlich waren es ja freistehende Elemente.
Hierbei war das ja noch einfach. Beim Grabaufbau fand ich es dann weniger lustig ;)
Die fertig bemalten Elemente an den Grabsteinen befestigen und dann waren diese zu 95% fertig.

Danach kamen die Bäume dran… mit zig dünnen kleinen Ästen. Was hatte ich mir eigentlich genau dabei gedacht? Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie oft ich mich in den ganzen Monaten gefragt habe, ob ich total einen an der Klatsche habe. Der Gedanke alles hinzuschmeißen war mehr als einmal da gewesen.
Wieder erst eine, dann die andere Seite. Und immer schön vorsichtig. Natürlich ging trotzdem mehrmals etwas kaputt!

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Und nachdem das getrocknet war, ging es mit den Bäumen auch gleich weiter. Und auch hier brachen dann diverse Teile ab – teils ganze Aststücke! War echt ein wenig nervenaufreibend… nur ein bisschen. Aber das liebe ich an Royal Icing: es lässt sich was alles reparieren!

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Findet das jemals ein Ende?

Ich hoffe doch! D:

Nach dem Bepinseln kam wieder Royal Icing dran. Immerhin fehlten ja noch einige Elemente.

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Zu diesem Zeitpunkt war es noch genau 1 Monat bis zur Cake World Germany Messe. Eigentlich viel Zeit…
Allerdings war noch kein einziger Keks komplett fertig und es gab nach wie vor jede Menge zu tun! Also weiter mit dem Pinsel.

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Da die halbrunden RI-Elemente vor dem Ablösen erst wieder ordentlich durchtrocknen sollten (man muß ja nicht unnötig etwas riskieren), ging es erstmal nur mit den Portraits weiter. Die wurden endlich auf dem Keks aufgesetzt und bekamen ihren Bilderrahmen.

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Und wieder musste etwas Trocknen und es wurde zum Nächsten gesprungen. So ging das übrigens die ganze Zeit. Immer wenn etwas trocknen oder aushärten musste, wurde bei anderen Sachen weitergemacht. Dadurch war der Ablauf teilweise sehr durcheinander.
Beim Ablösen der Grabaufbauten ging mir aber ordentlich die Muffe. Ehrlich! Ich war so angespannt, mir war regelrecht übel :D Glücklicherweise brach nicht ein einziges Teil ab und auch das Anmalen verlief problemlos.

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Und wenn wir denn schon mal den Pinsel in der Hand haben, machen wir da doch gleich mal mit weiter. Dann noch die obere Dekoration befestig und tadaaaa! Der erste Keks ist komplett fertig!
Von den extra RI-Elementen sind mir übrigens fast alle zerbrochen. Nur ein Ersatz hatte ich nachher noch übrig. Später erhielt die Dame dann noch blutige Tränen. War mir vorher zu ungruselig.

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Nun aber endlich mal Endspurt hier…

Ok, ein letztes Mal den Pinsel zur Hand nehmen (die zig Reparaturen lassen wir mal außen vor).

Bei den Seitenteilen waren soviele dünne Elemente, dass öfter mal was abbrach… beim pinseln… da war dann wieder das Problem mit Metallicfarben und RI.

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Damit waren dann alle Einzelelemente fertig und ich konnte die restlichen Kekse fertig stellen.
Den Anfang machte der Grabstein. Mit einem Klecks RI auf dem Fuß aufgeklebt und dann zur Deko noch etwas Grün verteilt. Auch hier hatte ich wieder ein wenig Muffensausen. Lässt man zu früh los und irgendwas kippt um, dann haste zig Einzelstücke.

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Es folgte das Grab. Alles hielt von Anfang an, nur durch unvorsichtiges Hantieren hab ich dann mit dem Finger ein paar Ecken abgebrochen, die aber alle geklebt werden konnten. Dann ein bisschen Gras, Deckel rauf und fertig! Puuh!

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Das war Ende September. Fehlten nur noch die Bäume. Die hatte ich aber erst 10 Tage vorher zusammengesetzt, weil ich ganz einfach Horror davor hatte und sie ungelogen zigmal in der Zwischenzeit bereits reparieren musste. Ohne dass jemand die Bäume berührte brach immer mal wieder etwas ab. Der Frust war enorm und auch der Drang alles in die Tonne zu schmeißen groß.
Sicherheitshalber wurden dann erstmal Fotos gemacht, nur so als Beweis, dass man es fast fertig hatte… für den Fall, dass die Tonne siegen würde… oder der Hund alles auffressen würde… oder oder oder…
Achja und neue, größere Standkekse wurden für die Bäume auch noch gebacken. Die Ersten wirkten einfach nicht stabil genug.
Dann kam der Moment des zusammenklebens. Überraschenderweise verlief das ohne Probleme – wahrscheinlich alles gut gesichert ;)

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Kekse vorsichtig bei Seite gelegt und am nächsten Tag lagen wieder Äste abgebrochen unten… einfach so. Da waren es noch 5 Tage bis zur Messe! Egal… es mussten erstmal die Wurzeln her. Während die dann trockneten kam mir die Idee die Äste von hinten mit RI zu verstärken. Warum ich daran nicht vorher gedacht habe, ist mir nach wie vor schleierhaft!
Wieder wurde repariert und auch hier noch Gras hinzugefügt.

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Gerade in den letzten Tagen lagen bei mir die Nerven blank. Immer wieder brach etwas von den Bäumen ab. Eine Stelle repariert, nächste ging kaputt. Und das noch nicht mal, weil jemand dagegen gekommen war. Es war die reinste Katastrophe gewesen! Und dann brach beim Weiterziehen auch noch ein Stück von einem Keks ab!! Frust pur…

Aber irgendwie waren dann alle Kekse fertig und gaaaaaanz behutsam erfolgte dann erneut ein Fotoshooting mit den Keksen. Als das hinter mir lag, war mir alles egal. Ich hatte einfach keinen Bock mehr.
Natürlich stand da noch das Problem mit dem Transport an. Irgendwie gelang es mir dann doch ein Transportsystem zu finden, von dem ich ausging, es würde irgendwie funktionieren. Natürlich brach auch da wieder ständig was von den Bäumen ab.
Mir war es egal. Ab in die Kisten, Deckel drauf und nicht mehr reingucken… Das war am Donnerstag Abend, Freitag nachmittag ging es dann Richtung Messe.

Während der Autofahrt war ich echt guter Dinge und überlegte bei jeder Bodenwelle und anderen Unebenheiten, welcher Keks nun an welcher Stelle schaden genommen hatte. Und durch 2h Stau konnten wir Freitag auch nichts mehr abgeben. Die Kisten habe ich trotzdem nicht aufgemacht. Riesengroß war die für so ein paar Kekse.
Erst Samstag auf der Messe wurde der Deckel gelüftet. Bis auf geringer Schaden bei den Bäumen war alles in Ordnung. Damit hätte ich echt nicht gerechnet gehabt. Mit zitternden Fingern und nem flauen Gefühl im Magen, wurde dann repariert und aufgebaut.

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Als Belohnung für all diesen Aufwand gab es dann eine Gold-Urkunde am Montag! :)

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Die Cake World Messe / infa Hannover

Die Messe selber betrachte ich mit ebenso gemischten Gefühlen, wie die ganzen Monate zuvor.
Eine Freundin mit ihrem Mann konnte leider nicht vorbei schauen, was sehr sehr schade war. Dazu wurde die Cake Queen Verleihung kurzerhand nach Stuttgart verlegt, also auch nix mit bekannte Gesichter treffen oder bei der Kürung dabei sein.
Die Organisation und die Informationen die man seitens der Cake World Germany erfahren hatte, waren sehr widersprüchlich und spärlich. Der Platz für Schaustücke nicht ausreichend, bis drei Tage vorher hatte ich nur meinen Paypal-Überweisungsbescheid als Nachweis für die Teilnahme. Wäre ich schon früher nach Hannover gefahren, hätte ich nicht mal die anderen Informationen oder das benötigte Dokument für die Abgabe in den Händen gehalten.

Vor Ort konnte teils ebenfalls keine Auskunft gegeben werden – von den Organisatoren. Bei der Preisverleihung war kein Mikro vorhanden und wurde kurzerhand woanders ausgeliehen… verstanden hat man aber trotzdem nichts.
Das ich Gold gewinne, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich hatte sogar eine Liste mit Sachen die ich bemängeln würde. Also hatte sich der Aufwand und all das Drama zuvor doch gelohnt. Erster Wettbewerb und dann gleich Gold. Das hat was und macht mich schon ein wenig stolz – das ganze Drumherum mit der Messe hinterlässt aber trotzdem einen leichten fahlen Nachgeschmack.

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Die Messe selber war auch sehr, sehr bescheiden. Montags hätte ich es sogar geschafft mir ein Foto und ein Autogramm von Sally zu holen. Bin aber nicht so der Promi-Verrückte, geschweige denn dass ich Leute um Fotos bitte :D
Zum Glück gab es ja noch andere Hallen zum ausgiebig Rumschlendern und auch Hannover selber wurde genauer in Augenschein genommen. Es war definitiv eine Erfahrung wert, aber so schnell sieht mich Hannover und auch eine Cake World Germany Messe nicht wieder ;)

Fazit

Einmal im Leben wollte ich bei so einem Wettbewerb mitmachen. Es sollte dementsprechend besonders werden. Nochmal würde ich so einen Mist aber nicht machen… vermutlich. Das ich schon beim nächsten Wettbewerb angemeldet bin, sagen wir lieber nicht – natürlich nicht ganz so extrem aufwändig ;)
Das Projekt hat mich gereizt, aber auch einiges an Nerven gekostet.

Gold habe ich bekommen und obwohl meine einzige Kritik meine Präsentation war, hat es nicht für „Best of Class“ gereicht. Ich weiß nicht, ob die Präsentation wirklich so großen Einfluß hat, aber demnach müsste es ja doch etwas zu verbessern geben? Das werd ich wohl nie erfahren! Interessieren würde es mich trotzdem. Allerdings weiß ich nicht, ob es da noch speziellere Kriterien für Best of Class gibt.

Was habe ich letzendlich daraus gelernt?
Kekse sind doof… schmecken aber gut… angeblich… ich hab noch nie einen meiner RI-Kekse gegessen (wie ich neulich mal feststellte).
Schwarze Farbe ist anstrengend, weil sie viele rote Pigmente enthält.
Metallicfarben können auch ganz schnell mal filigrane RI-Arbeite zu nichte machen.
Cake World Germany – nie (!!!) wieder.
Ich bin zu kritisch mit mir selbst, überrascht aber nicht wirklich ;)

Und wer es bis hier hin geschafft hat, darf sich jetzt selber auf die Schulter klopfen und ’nen Keks backen :D <3

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