Aktuell bin ich wieder viel mit Holz am Basteln. Vorrangig aber solche Dinge die auch eher einen praktischen, als nur dekorativen, Nutzen haben. Und so ganz nebenbei versuche ich mir ein Konzept für einen Verkaufsstand zu erarbeiten. Das heißt es werden Gegenstände gefertigt, die ich später für die Präsentation meiner Sachen nutzen kann. Um das Ganze so effektiv wie möglich zu gestalten, will ich dafür vorrangig Restmaterial benutzten. In diesem Fall: altes Holz was sonst im Ofen gelandet wäre.
In letzter Zeit habe ich dabei so ein Faible für Holzkisten entwickelt. Die sind nicht nur schön, sondern auch praktisch – besonders dann wenn sie stabelbar und stabil sind.

Egal ob im Garten, also Dekoration, im Haus oder zum Transport, so eine Kiste lässt sich immer gut gebrauchen :D

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Das Grundmaterial zeigt zwar mehrere Projekte, hier geht es aber nur um Projekt 1:
Holzkisten im Vintage-Stil

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Als Erstes habe ich die Palette auseinander genommen und mir überlegt welches Größenverhältnis für die Kisten für mich am Besten in Frage kommt. Damit es nicht zu groß und nicht zu klein wird, habe ich mich für 20×15 cm und 15×10 cm entschieden. Also das Holz an den entsprechenden Stellen markiert und in Stücke gesägt.
Passend dazu wurden aus einer 1×1 cm Leiste die Innenstützen zugesägt. Damit die Kisten später ineinander gestapelt werden können, ohne das groß was übersteht, sind vier 9 cm und vier 8,7 cm lang. Der Unterschied ergibt sich daraus, dass meine Bodenplatte 3 mm stark ist.

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Begonnen wurde damit, dass ich die Stützen an die jeweils gegenüberliegenden Seitenteile geklebt habe. Erfahrungsgemaß sind die Stützen immer etwas schief am Ende, also muß man hier aufpassen, dass man beim Kleben der Seitenteile möglichst rechte Winkel hinbekommt und sich nicht am Endstück der Stützen orientiert. Zur Not mit Bleistift kleine Markierungen machen, damit alles den gleichen Abstand hat. Ausrichten kann man die Kanten auch noch mit den anderen Seitenteilen. Dazu einfach, während der Kleber noch nicht angezogen hat, möglichst gerade gegen die Stützen drücken. Dann schieben sich die Seitenteile automatisch richtig hin.

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Sind die gegenüberliegenden Seiten mit ihren Stützen fest verklebt, folgen die übrigen Seitenteile. Da diese nun senkrecht stehen, empfiehlt es sich etwas dagegen zu stellen, damit nichts umkippt oder schief angeklebt wird. Der rechte Winkel ist hier ja automatisch gegeben, wenn eure Arbeitsfläche glatt ist.

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Das wird dann so lange weiter gemacht, bis alle Einzelteile verklebt sind.
Da ich altes Holz genommen habe und einiges verzogen war, war das Ergebnis nicht ganz so akkurat wie gewünscht. Dadurch gab es dann im nächsten Schritt Probleme.
Um wirklich ausreichend Stabilität zu haben, wurden als Nächstes die Bretter festgenagelt. Zu meinem Ärger hat sich dabei aber einiges schief gestellt, so dass geklebte Stellen wieder auseinander gesprungen sind. Sollte man aber mit neuen Leisten aus dem Baumarkt arbeiten, sollte dieses Problem nicht auftreten. Bzw in meinem Fall hätte es evtl. auch Sinn gemacht zuerst alles festzunageln und dann die Stützen anzukleben – man lernt nie aus ;)

Bei den Nägeln sollte darauf geachtet werden, dass sie a) nicht zu lang und b) nicht zu dick sind, damit das Holz nicht Platz oder die Nägel bei Schieflage rausgucken. Meine waren 1,5 cm lang und ca. 2 mm breit.

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Ist alles fest und kann nicht mehr auseinanderfallen, geht es an die Feinarbeit. Sollten Teile der innen Stützen überstehen müssen diese so weit abgeschliffen werden, dass man eine gerade Fläche erhält. Gleiches gilt für den Rahmen, sollte die Kiste doch noch wackeln. Dazu einfach auf eine gerade Fläche stellen und rumkippeln. Sollten dabei Teile des Rahmens in der Luft liegen, also nicht die Fläche berühren, müssen die entsprechenden anderen Stellen der Kiste ebenfalls nachgeschliffen werden. Also all jene Ecken über welche man kippeln kann.

Wenn alles ausgerichtet ist und passt, dann nehmt ihr euch Sperrholz oder eine andere dünne Grundplatte, zeichnet den Umriß eurer Holzkiste auf und sägt dieses Viereck aus. Anschließend die Kanten abschleifen und auf den Boden aufkleben. Damit der Kleber ordentlich anziehen kann, am Besten alles mit einem schön dicken Buch beschweren und einige Zeit trocknen lassen. Optional kann auch hier wieder genagelt werden.

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Obwohl die Grundfläche ja anhand der Kiste übertragen wurde, kann es sein dass Kanten überstehen, weil man sie doch anders ausgerichtet hat. Sollte das der Fall sein, einfach die Kanten abschleifen bis alles stimmig erscheint.

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Ja und dann ist die Rohkiste fertig!

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Je nach Holz kann man sie entweder so lassen oder man bemalt, beklebt und verziert sie nach Belieben. Oder aber mit Folie ausgelegt auch als Blumentopf.
Ich habe mich für etwas Farbe und den Vintage-Stil entschieden. Dazu einfach die Kisten ringsherum mit einer Farbe einstreichen und gut trocknen lassen. Anschließend mit Schablonen Schrift und andere Motive aufstempeln oder (wer eine ruhige Hand hat) selber aufmalen.

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