Essen, Cake & Bake 2018 und Hameln

Tag 1 – Anreise

Am 04. Mai ging es früh um halb Acht Richtung Essen zur Cake & Bake 2018 los. So war der Plan, wirklich gestartet sind wir erst eine halbe Stunde später. Aber bis zur Tortenabgabe wären es trotzdem noch 9 Stunden. 6 ½ Stunden sollte die Fahrt laut Google ohnehin nur dauern.

Letzten Endes wurden dann 8 ½ draus. Und das obwohl nicht mal Stau oder anderweitig nennenswertige Ereignisse passierten. Egal. Wir kamen an und stellten fest, die Infos bezüglich der Abgabe waren falsch. Nervte mich ein wenig. Vor allem wenn du so lange im Auto bei über 25°C gesessen hast, ist Geduld und Verständnis so eine Sache. Alles klebt an dir, du bist ko und willst einfach nur noch abschalten.

Tag 1 – Abgabe Wettbewerbstorte

Nachdem ich dann einfach nur noch einem Auto folgen brauchte/sollte, kamen wir an der Abgabestelle an. Brav den Namen gesagt und zack ging es zum Auspacktisch. Alles heil geblieben, super! Zu meinem Platz wurde ich von Jens von der Cake Company gewiesen… der mich nicht erkannt hat. Zweit- und Viertplatzierungen bei gewissen Wettbewerben sind halt nicht erinnerungswürdig genug ;)
Törtchen wurde hingestellt und irgendwie kam es mir da ganz schön groß vor… Massemäßig schien es schon etwas hervorzustechen. Sonst mache ich dann immer noch ein Foto, aber das ging irgendwie unter.
Also ab zur Unterkunft. Laut Google sollten es auch nur 1,4km zu Fuß zur Innenstadt sein, aber da müssen wir mit Google noch mal drüber reden. Wir liefen also noch eine Weile erfolglos durch die Gegend, suchten uns dann etwas zu futtern (eigentlich viel zu spät) und dann ab ins Bettchen.

Tag 2 – Besuch von Essen und der Cake & Bake 2018

Am 05. Mai ging es vormittags dann erst in die Innenstadt… dieses Mal mit Auto ;)
Meine Tortenuschi wollte er erst gegen Mittag anreisen und Samstag vormittags sind Messen ja ohnehin immer recht voll. Uschi meinte irgendwann, dass es wohl doch etwas später werden würde(ein Bär hatte sie winkenderweise abgelenkt), aber uns zog es dann trotzdem gegen 13 Uhr schon zur Messe.
Ja es war voll, aber zu keiner Zeit hatte ich mich bedrängt gefühlt. Ich mag Menschenansammlungen ja nicht so. Die Gerüche, das Gequetsche, jeder weiß alles besser, hier Lärm, da Genörgel etc… Ich war auf das Schlimmste vorbereitet und positiv überrascht. Bei den Torten konnten wir zu dem Zeitpunkt problemlos alles betrachten. Bei Ständen suchte ich mir generell erst einmal die aus, die leerer waren und auch die Gänge waren breit uns ausreichend.


Natürlich gab es trotzdem den einen oder anderen Schubser, aber mein Kreislauf machte mit und das war alles was mir wichtig war. Auch wenn ich online schon länger mit dem einen oder anderen Kontakt habe, vermeide ich es oft mich vorzustellen und husche nur so durch die Gegend. Bei der lieben Fruzsina von Travelcake war ich aber mutig. Aber bei so einer lieben Person fällt es dann auch wesentlich leichter.
Irgendwann kam schließlich auch Uschi mit Mann und Schwester an!

Zuerst wurde sich ausgiebig begrüßt und dann zogen wir noch einmal gemeinsam unsere Kreise über die Messe. An einem Stand wurde ich dann plötzlich von der Anja von der Kuchenliebe angesprochen. Und da hab ich mich dann tatsächlich festgequatscht… ich… die Meisterin der gesprochenen Worte ;)
Irgendwann lugte Uschi um die Ecke, wo ich denn bliebe. Da Anja nicht mehr viel Zeit hatte und ich auch eine Demo von Kristina Rado gebucht hatte, war das Wiedersehen nur kurz aber sehr herzlich gewesen!

Im Demoraum war es sehr gut klimatisiert, was aber dem Ereignis selbst keinen Abbruch tat. Kristina ist sehr gut zu verstehen (wenn man englisch versteht) und es macht sehr viel Spaß ihr zuzusehen und zuzuhören. Vor allem da sie sich – trotz ihrer Bekanntheit – selbst nicht zu wichtig und ernst nimmt.
Nach der Demo warteten meine Leute draußen vor der Messehalle und gemeinsam ging es dann zum Italiener… das Essen war zwar lecker, aber über die Kundenfreundlichkeit reden wir mal nicht ;)

Tag 3 – Cake & Bake 2018 die Zweite

Am 06. Mai starteten wir direkt mit der Messe, während Uschi mit Begleitung auch erst später wieder zu uns stoßen würden. So früh merkte man dann doch schon, dass es einen Unterschied macht, wann man eine Messe betritt. Es war wesentlich voller, aber trotzdem ok.
Zuerst wurde ein kurzer Abstecher zu Ständen gemacht, die ich vorher nicht angesehen hatte und dann ging es schnurstracks zu den Wettbewerbsstücken. Silber! Yeehaaa. Mein einziges Ziel war eine Urkunde zu bekommen und das hatte ich somit erreicht. Bezüglich der Jurysprechstunde hatte ich bis dahin noch keine Information, aber das Problem wurde dann später auch noch gelöst.


Gegen Mittag war die zweite Demo mit Kristina Rado dran. Ende ihrer Vorführung meinte eine andere Zuhörerin, dass sie doch den gefertigten Keks versteigern könnte und das Glück war tatsächlich – wieder mal – auf meiner Seite. Somit habe ich jetzt ein Originalwerk dieser tollen Künstlerin bei mir zuhause!
Nach einem Mittagssnack ging es dann für mich zur Jurysprechstunde. Generell schreibe ich mich immer meine eigene Fehlerliste… klingt komisch, aber es hilft dabei zu gucken, ob man sich selbst realistisch einschätzt.

Tag 3 – Das Juryfeedback

Bei dem Punkt, dass mein Airbrush nicht ordentlich war, geh ich voll mit. Diese Kritik hatte ich auch erwartet.
Bemängelt wurde außerdem, dass ich das Gold unsauber angemalt hätte. Irgendwie war wohl noch ein Mü an weißem Royal Icing (RI) zu sehen gewesen. Wer mich kennt, weiß wie pedantisch ich alles kontrolliere… aber gut. Wird wohl so gewesen sein ;p
Weiterhin wurde erwähnt, dass mein RI zu rau war und wohl die falsche Konsistenz hatte. Stimmt bloß leider nicht, denn es war glatt wie ein Babypopo gewesen. Nur leider haben Metallicfarben nun mal diesen Effekt. Ansich finde ich diesen Kritikpunkt auch ok… nur hatte es damals bei meinen Goldgräbern nicht mal Erwähnung gefunden und da sah es genauso aus. Das ist dann für mich der Punkt, wo ich denke, dass die Bewertung doch irgendwie subjektiv sind und die Bewertung abhängig vom Jurymitglied und dessen Erfahrungen ist.

Gleich zu Anfang wurde außerdem erwähnt, dass auch die Anzahl verschiedener Techniken eine Rolle spielt. Klang für mich so, als wenn ich da zu wenig getan hätte. Allerdings habe ich mit Fondant eingedeckt, mit Airbrush gefärbt, mit Royal Icing (als Transfer und direkt) gearbeitet, mit Blütenpaste modelliert und Wafer Paper in mm-große Stücke geschnitten und damit gearbeitet… da weiß ich also nicht, was ich davon halten soll. Schließlich wird bei anderen Wettbewerbsstücken auch „nur“ modelliert und evtl. angemalt/gepudert.
Und irgendwie wurde auch noch erwähnt, dass ich hätte detaillierter arbeiten können.

Mit meinem Silber bin ich – auch wenn es vllt. der eine oder andere nicht klappt – total happy. Die aktuelle Bilanz von 3x Silber und 2x Gold bei vier Teilnahmen kann sich doch sehen lassen, oder?
Nur bei dem Feedback bin ich unsicher, wie ich es finden soll, da es teils widersprüchlich zu anderen Erfahrungen ist.

Tag 3 – Mehr von der Messe

Wie dem auch sei… danach wurde in voller Besetzung weiter über die Messe geschlendert. Von der Uschi erhielt ich auch noch „Silbergeschenke“ und eine Karte, dass ich dinotastisch sei – ohnehin bestes Feedback! ;)
Die Zeit verging und noch vor der Preisverleihung mussten Uschi & Co wieder aufbrechen. Leider war die Zeit viel zu kurz gewesen, aber ich hatte mich dennoch riesig gefreut, dass sie extra wegen mir gekommen waren – zuvor hatte das ja öfter schon nicht geklappt.

Danach guckten wir uns noch wieder ein wenig um – irgendwas gibt es immer zu gucken – und dann ging es zur Preisverleihung. Die Verwirrung war groß, als zuerst nur Gold aufgerufen wurde, aber irgendwann machte es Klick und wurde dann auch noch mal offiziell erwähnt, dass es sonst zu viele geworden wären. Gut für mich, denn so musste ich nicht auf die Bühne!
Meine ersehnte Urkunde und auch eine Medaille lagen dann neben dem Schaustück. Schnell noch ein paar Fotos und dann irgendwann konnte man zusammenpacken.

Tag 4/5 – Anreise

Von Essen aus ging es dann gleich noch 2 ½ Stunden nach Hameln, wo wir noch zwei Tage verbrachten. Die Stadt selbst ist total niedlich und sehr fußläufig! Die Statue des Rattenfängers hatte ich mir allerdings etwas imposanter vorgestellt gehabt. Anfangs waren wir uns nicht sicher, ob sie das denn wirklich ist. Aber Google hat uns dann aufgeklärt.
Montag Abend machten wir dann auch noch einen Abstecher in’s Kino. Es war nur 10 Minuten zu Fuß entfernt und so einen Kinosaal fast für sich alleine zu haben, ist echt nicht übel.


Auf dem Weg Richtung Heimat machten wir am Dienstag noch einen Abstecher zum Schloß Marienburg. Leider konnte man das Innere aber nur mit Führung besichtigen.


Da der Tag schon recht weit vorangeschritten war, war dafür keine Zeit mehr gewesen und dank Stau und Baustellen kamen wir dann auch erst gegen 20.30 Uhr zuhause an… Tagsüber bei 28° gestartet und abends bei 15° angekommen ;)

Nun denn… auf zur nächsten Messe!
Auch wenn ich ja erstmal genug mit nach Hause genommen habe…


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