Mehrfarbiges Plotten mit Folien

Einfarbige Plotts sind oft schnell gemacht und können Gegenstände und Textilien ruckzuck aufwerten. Manchmal reicht es aber nicht und du hast dir Motive ausgesucht, die mehrfarbiges Plotten erfordern. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht kompliziert erscheint, so ist es nur eine Kombination aus mehreren einfarbigen Plotts. Wir werden aber trotzdem mal einen genaueren Blick darauf werfen.

Hinweis: In diesem Beitrag werden ggf. Marken genannt oder gezeigt. Es handelt sich hierbei nicht um Werbung, da ich die entsprechenden Materialien oder Geräte selbst erworben habe. Die Nennung dient dazu um entsprechende Dinge besser erklären zu können.


Was gibt es allgemein zu beachten?

Eigentlich nicht viel. Wenn du bereits mit einfarbigen Plotts vertraut bist, dann ist die Vorgehensweise hier – zumindest was das Plotten selbst angeht – gleich. Hinzu kommt lediglich, dass du mit mehreren Farben arbeitest und diese getrennt verarbeitest.

Hast du dein Motiv gekauft ist dieses oftmals schon vorgruppiert, das heißt nach Farben sortiert. Es kann aber auch sein, dass du dies noch selbst machen musst. Manchmal möchte man auch anders kombinieren und dann musst du ohnehin neu gruppieren.

Gruppieren von Plottelementen
Gruppierte Motivelemente

Wenn du mit Folienresten arbeitest, dann kannst du diese auch oft zusammen auf der Schneidematte platzieren und dann mehreres gleichzeitig schneiden. Dabei musst du dann allerdings genau drauf achten, wo du deine Motive platzierst. Bist du unsicher, dann schneide eine Farbe nach der anderen. Hast du alle Einzelbestandteile geschnitten, folgt auch hier wieder das Entgittern.

Entgitterte Flexfolie
Entgitterte Flexfolie

Mehrfarbiges Plotten – Motiv aufbringen

Wichtig ist immer zu beachten, dass du auf die Reihenfolge der Einzelteile aufpasst (was liegt oben, was liegt unten, was dazwischen etc) und dein Motiv schichtweise aufbaust. Zumindest wenn sich Teile überlappen. Hast du mehrere Farbelemente, die sich nicht berühren, spielt die Reihenfolge beim Verarbeiten keine Rolle.

Arbeitest du mit Vinylfolie kannst du entweder alle Motivbestandteile einzeln auf deine Oberfläche aufbringen ODER du klebst dein Motiv erst zusammen und legst dann komplett die Transferfolie auf.

Kombinieren von Vinylelementen Vinyl-Aufkleber
Links: Schrittweiser Aufbau eines Aufklebers, Rechts: fertiger Aufkleber

Hast du mehrfarbige Motive aus Wärmeübertragungsfolien, dann verarbeitest du die Einzelteile nacheinander. Das heißt, du presst/bügelst erst die unterste Schicht an und dann folgen nach und nach die anderen Bestandteile. Dabei brauchst du jeweils nur so lange pressen/bügeln, bis sich der Träger löst. Erst ganz zum Schluss fixierst du das komplette Motiv nochmal etwas länger.
Fixierst du alle Elemente von Anfang an mit der benötigten Zeit kann es passieren, dass Folienteile zu stark erhitzt werden und einlaufen oder Falten werfen.

Erste Schicht Flexfolie Dritte Schicht Flexfolie
Beispiel für mehrfarbiges Flexmotiv
Links: erste Schicht, Rechts: dritte Schicht

Während es bei der Vinylfolie kein Problem ist, wenn du mehrere Folien übereinanderklebst, kann dies bei Flexfolien schon mal kritisch werden. Hast du zu viele Schichten übereinander kann dies die Haltbarkeit beeinträchtigen. Verwendest du ein solches Motiv, dann macht es vielleicht Sinn die einzelnen Elemente so zu bearbeiten, dass du Aussparungen hast. Diese können dann mit den anderen Bestandteilen ausgefüllt werden.

Beispiele für mehrfarbiges Plotten

Beutel mit PlottShirt mit Plott
Teelichthalter mit SchriftzugLogo GinkgoWerkstattTasse Burgherrins Logo

Die meisten hier gezeigten Plotterdateien findest du übrigens bei mir im Shop.

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