Zu ihrem Geburtstag hat sich meine Mutter eine Fondanttorte gewünscht. Als ‘Hilfestellung’ hat sie mir dann auch noch diverse Torten gezeigt, die ihren Vorstellungen entsprechen ;)
Noch nie gemacht und trotzdem diesen Wunsch akzeptiert. Aber wie anfangen?

Als erstes habe ich mich dann mal clevererweise in die Materie eingelesen. Tagelang Google, Blogs und Youtube gestöbert. Das ist dann schon der erste Punkt, wo man sich fragt auf was man sich da eingelassen hat. Aber nach einigen Tagen steigt man langsam in das Mysterium Fondanttorte ein und erkennt auch Zusammenhänge. Als nächstes steht dann natürlich die Frage an, was man alles braucht. Fondant klar… und dann?
Also schön alles aufgelistet und dann Shops durchgestöbert auf der Suche nach der günstigsten Variante (man möchte ja nicht wer weiß wieviel Geld ausgeben, wenn man noch nicht mal weiß, ob dieses Projekt von Erfolg gekrönt ist.)

Nach einer Weile hat man dann verschiedene Hilfsmittel, Fondant, Lebensmittelfarbe und CMC-Pulver zur Hand. Trotz diverser Rezepte im Netz, hab ich mich zu ner eigenen, spontanen Kreation entschieden. Dazu habe ich einfach einen recht einfachen Kuchen – von dem ich zudem weiß, dass er schmeckt – angepasst. Zumindest so der Plan.

Nun gut, da diverse Blogs einem raten mit der Deko schon zeitig anzufangen und da ich ja auch nicht wusste wie es sich so mit Fondant arbeiten lässt, hab ich dann über ne Woche vorher angefangen. Und natürlich erstmal einfach. Also wurden mit Hilfe von Ausstechern diverse Blätter und einfache Blüten gefertigt. Und auch zwei Schmetterlinge. Um möglichst effizient/flexibel zu sein, habe ich ich nur weißen Fondant gekauft und diesen dann eingefärbt.

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Als nächstes stand die Frage zur Debatte was für größere Blumen als Deko herhalten sollen. Obwohl ne weitere Herausforderung habe ich mich für Rosen entschieden. Die ersten zwei Versuche waren ne Katastrophe, also schnell mal wieder ne Runde auf Youtube gestöbert und Fehler analysiert. Danach ging das Ganze gleich schon viel besser von der Hand.

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Diese Hürde wurde also recht gut gemeistert. Danach hieß es dann: Kuchen backen. Zur Sicherheit 3 Tage vorher. Und natürlich mußte ja auch was schiefgehen. Zum einen ist der eine Boden gebrochen und der andere war nicht wirklich hoch genug um ihn füllen zu können. Hier erreicht man dann einen Punkt, wo man keinen Bock mehr hat. Sicherlich nur ein kleiner Rückschlag, aber ohne brauchbaren Boden wird das Ganze ja nichts.
Aber nun gut, ne Nacht drüber schlafen und nächsten Tag nen zweiten Versuch starten – aber nur für den Springformboden. Glücklicherweise hat der dann wesentlich besser geklappt.
Den dann auch noch schnell auskühlen lassen, alles ein wenig begradigen und dann die Füllung vorbereiten und alles zusammenfügen.

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Bei der Ganache gabs dann den nächsten Frust-Moment. Die wurde schon am Abend vorher vorbereitet und war dann steinhart. Super! Aber glücklicherweise kann man sie durch Erwärmen wieder weich kriegen. Also geht es lustig weiter. Erstaunlicherweise ging das Einstreichen dann recht gut von der Hand. Man braucht zwar ein bisschen Übung, aber insgesamt überraschend einfach.

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Nachdem die Ganache dann schön fest ist, geht es an das Eindecken mit Fondant. Trotz Zweifel ob das denn ohne weiteres was wird (man liest dann ja schon mal was von Rissen, Löchern usw), wurde ich auch hier überrascht und beide Tortenteile konnten bereits beim ersten Versuch erfolgreich eingedeckt werden. Natürlich nicht perfekt, aber da guckt man dann ganz dezent drüber hinweg. Das Ganze hab ich dann über Nacht bei Seite gestellt und dann ging es am nächsten Morgen (den Tag der Feier) mit dem finalen Dekorieren weiter.

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Tja und nach ein bisschen Fluchen und Hadern weil der Kleber nicht ganz so will wie man selber, hat man dann endlich die Torte fertig und kann sich entspannt zurücklehnen!

final

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Und so sieht es dann aus wenn die Feier zu Ende ist.

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[…] noch super – was man nicht von jedem Kuchen behaupten kann. Zudem war er die Grundlage für meine erste Fondanttorte und eigentlich kinderleicht, also auch für […]

[…] Irgendwann vor zwei Jahren hat ja dieses ganze Tortendrama angefangen. Ich war ja von Anfang an eher der Einzelkämpfer und hab mir mühselig alles irgendwie selbst bei gebracht, da dieser Trend hier in MV noch nicht ganz so angekommen ist und man für Kurse und Shows sehr weit reisen muß. Aber seit meiner Teilnahme an der „Cake Queen 2015“ habe ich jede Menge nette tortenverrückte Menschen kennengelernt und seitdem macht es irgendwie gleich doppelt so Spaß an neuen Projekten zu arbeiten und sich auszutauschen. Und auch das Royal Icing Seminar, welches ich ja im Januar besuchen durfte, hat mich… Mehr lesen »